SFB 627: Nexus
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unilogo Universität Stuttgart
SFB 627: Nexus
Teilprojekt C1:

Sensorik und Bildverarbeitung

English Version
 

Prof. Dr.-Ing. habil. Dieter Fritsch

Universität Stuttgart
Institut für Photogrammetrie
Geschwister-Scholl-Str. 24D
D-70174 Stuttgart

Tel. ++49 (0)711/121-3386
Fax ++49 (0)711/121-3297
mailto info@ifp.uni-stuttgart.de


Überblick


Im Bereich der Sensorik und Bildverarbeitung werden allgemeine Fragestellungen bezüglich der Bereitstellung von kontextbezogenen Sensordaten betrachtet, insbesondere Navigationsdaten und Daten, die eine Schnittstelle zum Umgebungsmodell bilden. Zusammenhängend damit wird auch die Identifizierung bzw. die Objekterkennung für die Interaktion mit der Umgebung oder den darin enthaltenen Objekten betrachtet. Die Konzentration hierbei erfolgt auf zwei methodisch unterschiedliche Ansätze. Zum einen werden Sensorelemente und Positionierungssensorik betrachtet, um diese Beziehung herzustellen und zum anderen visuelle Sensorik (Bilder). Die visuelle Sensorik ist dabei unter der Voraussetzung, dass ein (geometrisches) Modell der Umgebung existiert sowohl für den Identifizierungsprozess, als auch für die unmittelbare Ermittlung des Standortes geeignet.

Die Bereitstellung des Kontextbezuges zwischen Realwelt, Umgebungsmodell und Nutzer, sowie die Bereitstellung von Modulen zur Interaktion ist für die Vorhaben innerhalb des zukünftigen SFB eine elementare Aufgabe. Dazu ist die Integration weiterer Sensoren und Sensordaten für den Auswerteprozess von großem Interesse. Im Rahmen der Positionsgewinnung und Verwaltung derartiger Daten ist der Übergang zwischen verschiedenen Gebieten (z.B. außerhalb und innerhalb von Gebäuden) nicht trivial und daher näher zu betrachten. Zur Steigerung der Zuverlässigkeit und der benötigten Genauigkeit der Daten ist zu klären, welche (neuen) Sensorelemente und Methoden in das Gesamtsystem integrierbar sind. Aufgrund der Problematik zwischen Außen- und Innenraum, bedingt durch die Einschränkungen im Bereich der Sensoren, ist besonders der Innenraum intensiver zu betrachten.

Eine zentrale Fragestellung innerhalb des Bereiches Sensorik und Bildverarbeitung wird zukünftig auch die Informationsgewinnung aus Bilddaten zur Erfassung und Nachführung von Umgebungsmodellen sein. Die automatische Erfassung und Nachführung ortsbezogener, geographischer Informationen aus Luft- und Satellitenbildern bildet bereits einen Kernpunkt der photogrammetrischen Forschung; innerhalb von Nexus soll diese Aufgabe jedoch basierend auf terrestrischen Aufnahmen gelöst werden. Hierfür können beispielsweise die Bilddaten verwendet werden, die von den Nutzern des Systems erfasst werden. Ähnlich wie bei der bildgestützten Positionierung, ist zur Überprüfung der Aktualität von Umgebungsmodellen eine automatische Zuordnung von Bild- und Objektinformation notwendig. Als langfristiges Forschungsziel ist in diesem Zusammenhang auch die automatische Detektion von Inkonsistenzen zwischen einem vorhandenen Modell und der Realwelt zu sehen. Hier müssen die Inkonsistenzen durch Verwendung von Bildverarbeitungs- und Bildanalyseverfahren detektiert und bei Bedarf entsprechend aktualisiert werden. Da Umgebungsmodelle für die Visualisierung in verschiedenen Repräsentationsstufen zur Verfügung stehen müssen, ist es erforderlich, alle zur Visualisierung vorgesehenen Objekte zuvor zu modellieren. Neben den Gebäuden einer Stadt sind auch sehr viele Zusatzobjekte nötig, um eine realistische Visualisierung zu ermöglichen. Zur Modellierung dieser Zusatzobjekte sind Fragestellungen von Interesse, wie aus gewöhnlichen terrestrischen Bildern mit Mitteln der Bildverarbeitung geeignete 3D Modelle automatisch erzeugt werden können. Mit der Bereitstellung der beschriebenen Verfahren können dann effektive Methoden zur Erfassung, Nachführung und Erweiterung von Umgebungsmodellen zur Verfügung gestellt werden.




Institut


- Institut für Photogrammetrie    


Personen


- Teilprojektleiter    
 - Prof. Dr.-Ing. habil. Dieter Fritsch   
- Wissenschaftliche Mitarbeiter    
 - Dipl.-Ing. Darko Klinec