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SFB 627: Nexus |
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Teilprojekt C1:
Konsistenzerhaltung und Generalisierung von 3D Geodaten |
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Prof. Dr.-Ing. habil. Dieter Fritsch
Universität Stuttgart
Institut für Photogrammetrie
Geschwister-Scholl-Str. 24D
D-70174 Stuttgart
Tel. ++49 (0)711/685-83386
Fax ++49 (0)711/685-83297
info@ifp.uni-stuttgart.de
Überblick
Für die Erfassung von Geometriedaten stehen zunehmend preisgünstige, allgemein einsetzbare
Standardsensoren zur Verfügung. Innerhalb eines Arbeitsschwerpunkts soll deren Nutzung zur
Konsistenzerhaltung von Umgebungsmodellen untersucht werden. Basierend auf den Vorarbeiten
der letzten Phase ist dabei der
kombinierte Einsatz unterschiedlicher Sensoren zu realisieren. Diese liefern sehr heterogene Geometriedaten
bezüglich Inhalt, Verfügbarkeit, Auflösung und Genauigkeit, was bei der weiteren
Auswertung insbesondere im Hinblick auf die erreichbare Konsistenz des daraus abgeleiteten geometrischen
Umgebungsmodells zu berücksichtigen ist. Die geometrische Konsistenzerhaltung des
Umgebungsmodells ist auf Basis einer dreidimensionalen Rekonstruktion von Objektoberflächen
möglich. Diese Information kann beispielsweise aus dichten Bildfolgen unkalibrierter Kameras
abgeleitet werden. Alternativ ist hierfür die Nutzung preisgünstiger 3D-Sensoren möglich, die auf
der Laufzeitmessung ausgesandter und reflektierter Lichtimpulse basieren. Um zur Konsistenzerhaltung
des geometrischen Umgebungsmodells ein Netzwerk von Geo-Sensoren zu nutzen, ist
die Degradierung der erfassten heterogenen Sensordaten adäquat zu berücksichtigen. Ausgehend
von den in der Geoinformatik existierenden Ansätzen zur Beschreibung der Unsicherheit der Geometrien
raumbezogener Daten sind hierfür geeignete Strategien zu entwickeln.
Eine Anwendung der bisher erfassten 3D-Geodaten bestand darin, dem Benutzer eines ortsbewussten
Informationssystems ausgehend von den Geometriedaten des Umgebungsmodells eine realitätsnahe
Echtzeitvisualisierung von 3D-Landschaftsdaten zu ermöglichen. Hierfür wurden in der
letzten Förderperiode im Rahmen des Teilprojekts 'C4 - Semantische Generalisierung räumlicher
Daten' unter anderem Werkzeuge zur maßstabs- bzw. auflösungsbedingten Vereinfachung von Gebäudegeometrien
entwickelt. Innerhalb des geplanten Teilprojekts sollen diese Algorithmen als
zweiter Arbeitsschwerpunkt um eine situationsbezogene Generalisierung erweitert werden. Hierfür
ist die Generalisierung durch die im Umgebungsmodell vorhandenen semantischen Informationen
für jedes Objekt individuell zu steuern um die Betonung ausgewählter Objekte zu erlauben. Eine
solche adaptive Generalisierung wird beispielsweise für personalisierte Darstellungen in Navigationsanwendungen
benötigt. Dabei werden relevante Bereiche wie Landmarken vergrößert dargestellt,
während die restlichen Inhalte verdrängt oder vereinfacht werden. Die dadurch entstehenden
räumlichen Konflikte zwischen den 3D-Objekten sind geeignet aufzulösen, ohne die Charakteristik
der dargestellten Umgebung zu stören. Ähnliche Aufgabenstellungen ergeben sich bei der Integration
von Datenquellen unterschiedlicher Qualität, bei der trotz räumlicher Inkonsistenzen eine geeignete
3D-Darstellung zu gewährleisten ist.
Institut
Personen
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